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„Jesuit Worldwide Learning“ – Pater Peter Balleis SJ

Datum : 20. März 2018
Beginn : 19:30 Begrüssungs-Apéro, 20:00 Beginn des Vortrages
Veranstaltungsort : St-Boniface
Vortag in Deutscher Sprache

Kalendereintrag

Wir haben die Möglichkeit, mit Pater Balleis vor und nach dem Vortrag im direkten Gespräch Fragen und Gedanken zu erörtern.

Pater Peter Balleis SJ

P. Peter Balleis SJ ist seit 1981 Jesuit, inspiriert durch ein Buch über P. Rupert Mayer SJ.
Seit 1984 war Pater Balleis an verschiedenen Stationen als Missionar in Afrika (Simbabwe) tätig. Nach weiteren 2 Jahren Theologiestudium, zusammen mit afrikanischen Jesuiten in Nairobi, wurde er am 31. Juli 1988 in Simbabwe zum Priester geweiht. 1989-91 studierte Balleis Kirchliche Soziallehre und Befreiungstheologie in Brasilien, anschließend reiste er wieder zurück nach Simbabwe. Dort sandte ihn der Provinzial zum Bildungshaus in Harare wo sich Balleis – die Sicht der kirchlichen Soziallehre berücksichtigend – mit den wirtschaftlichen Strukturanpassungen und deren sozialen Kosten für die Armen in Afrika befasste. Nachdem Ende 1994 der Völkermord in Ruanda eine Flüchtlingswelle auslöste, übernahm Balleis zum ersten Mal eine Position innerhalb des JRS in Tansania. Im April 1995 wurde er zum Direktor der neugeschaffenen JRS-Region Südliches Afrika ernannt. Im Jahre 2000 wurde er zum Missionsprokurator und Leiter der deutschen Jesuitenmission in Nürnberg berufen. 2007 übernahm Balleis, der bereits vorher Mitglied im JRS-Beirat war, die Leitung des JRS und war Fundraiser für Flüchtlingsprojekte. Jedes Jahr betreuen die ca. 1 000 Mitarbeiter der Organisation rund 450 000 Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge und Asylbewerber in mehr als 50 Ländern. Sie folgen der seit 1995 erweiterten Jesuiten-Sendung als Dienst am Glauben, als Einsatz für die Gerechtigkeit, zur Inkulturation des Evangeliums und für den Dialog mit den Religionen.
Seit Herbst 2016 ist Balleis in Genf als Executive President von Jesuit Worldwide Learning, einer globalen Online-Uni für Geflüchtete und andere Menschen am Rand der Gesellschaft

Jesuit Worldwide Learning

„Jesuit Worldwide Learning“ ist eine Weiterentwicklung des JC:HEM, der erfolgreichen Allianz US-amerikanischer Jesuitenuniversitäten, die seit 2010 in Zusammenarbeit mit dem internationalen Jesuitenflüchtlingsdienst JRS Studienprogramme für Flüchtlinge organisiert hat. 4’000 Studierende haben seitdem davon profitiert. „Wir gehen heute einen Schritt weiter und wenden uns nun an alle Frauen und Männer an den Rändern der Gesellschaft“, so Pater Peter Balleis SJ, der als „Executive President“ die Geschäfte des JWL führt.
Neu ist auch, dass künftig Hochschulen aus allen Erdteilen in die Studienprogramme eingebunden sein werden. Darunter auch erstmals die Universität Genf. „Jesuit Worldwide Learning“ ist somit weiterhin in den USA (Washington) und neu in Europa, im neutralen Genf registriert, dort wo auch UNO, WHO und UNHCR ihren Sitz haben.
„Learning together? transforming the world“ lautet der ambitionierte Leitspruch des JWL. Pater Balleis SJ ist davon überzeugt, dass der globale Ansatz, weltweit gemeinsam zu lernen und kritische, lösungsorientierte Persönlichkeiten auszubilden, der Schlüssel zum Frieden sei. „Wir holen nicht die Klugen aus ihrem Umfeld heraus und bringen sie an eine Eliteuni, sondern wir kommen umgekehrt zu ihnen. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, betont der Ex-JRS-Direktor. Schon mit 1’500 US-Dollar lässt sich ein Studienplatz ein ganzes Jahr lang finanzieren.